Na, wie zufrieden und glücklich fühlst du dich?

Eine kurze Frage, die viele ins Schleudern bringt und zu einer wenig eindeutigen Antwort führt. Es finden sich Wenns und Einschränkungen, weshalb diese Personen nicht bei 100 % auf der Zufriedenheits-Skala sind.

Dabei ist doch genau das das Ziel, oder?
Immer und zu jeder Zeit rundum glücklich zu sein! Im ultimativen Traumjob aufzugehen und vor Selbstbewusstsein in absolut jeder Lebenslage zu strotzen.

Doch irgendwie scheint die Realität ihre eigenen Regeln zu haben, verdammt!

  • Auch der Traumjob hat seine doofen Seiten, wie kann denn das sein?
  • Auch das Selbstbewusstsein unterliegt Schwankungen, so ein Mist!

Mit dem Anspruch, dass immer alles bei 100 % liegen muss, hoppelst du munter der Unzufriedenheit entgegen.

Unzufriedenheit entsteht zum Beispiel:

  • wenn sich eine Person nicht so verhält, wie du es gerne hättest,
  • wenn du dich nicht so magst, wie du bist,
  • wenn du etwas nicht bekommst, von dem du glaubst, es unbedingt haben zu müssen,
  • wenn das Leben seine eigenen Wege geht,
  • wenn du dich mit anderen vergleichst.

Das alles ist schon einen eigenen Artikel wert, doch ich möchte heute bei der 100 % Falle bleiben.

Worauf richtest du deinen Fokus?

Es gibt Tage, an denen es einfach nicht laufen will. Es regnet, das Auto springt nicht an, du steckst im Stau, du verpasst einen Termin und und und …

Und es gibt Tage, da klappt einfach alles. Doch weder die einen noch die anderen sind die Regel. Weitaus normaler ist es, dass es im Laufe des Tages beides gibt: Gutes und Schlechtes, Schönes und Ärgerliches.

Die Frage ist, worauf du den Fokus legst. Erwartest du von jedem Tag, dass er zu 100 % perfekt sein muss? Oder würden vielleicht schon 60 % reichen, damit er gut war. Freust du dich darüber, dass dir jemand ein Lächeln geschenkt hast und nimmst du dieses überhaupt wahr? Oder schaust du nur auf all das, was schiefgelaufen ist?

Indem du deine Messlatte total hochschraubst, ist die Gefahr für Frust genauso hoch. Du hechelst ständig einem Idealbild hinterher, das du kaum erreichen kannst.

Zufriedenheit lernen

Zufriedenheit lässt sich nicht einfangen. Sie unterliegt ständiger Veränderung. Mal ist sie da, mal nicht.

Es macht also keinen Sinn ihr nachzujagen wie ein Esel einer Möhre. Der Schlüssel liegt in deinen Erwartungen. Natürlich darfst du welche haben, aber bleib realistisch. Und mache dich nicht davon abhängig, dass diese auch erfüllt werden.

Zufriedenheit und Unzufriedenheit gehören zusammen. Mach dir also gar nicht erst die Mühe, Unzufriedenheit komplett aus deinem Leben löschen zu wollen, das klappt nicht. Nur durch sie weißt du auch das Gegenteil zu schätzen.

Es geht also nicht darum, dauernd bei 100 % zu sein, sondern:

  • negative Dinge annehmen zu können und zu wissen, dass sie nun mal dazugehören und
  • die Aufmerksamkeit auf das zu richten, was dir guttut.

Schluss mit dem Vergleichen

Es ist so leicht, die Unzufriedenheit zu schüren, wenn du anfängst, dich mit anderen zu vergleichen. Doch wozu? Konzentriere dich auf dein Leben, deine Bedürfnisse, deine Stärken und positiven Eigenschaften.

Du weißt nicht, welche das sind?  
Dann finde es heraus! Höre damit auf, dich klein zu machen und mach dir lieber bewusst, was dich auszeichnet.

Selbst der angeblich zufriedenste Mensch hat seine Tiefs, seine Probleme, seine Macken. Lass dich also nicht in die Irre führen, wenn du in den sozialen Medien nur einen Teilausschnitt präsentiert bekommst.

Fazit – die Mischung macht’s

Immer 100 % zufrieden zu sein, wäre auf Dauer langweilig. Der Gegenpol gehört dazu. Statt deine Ansprüche und Erwartungen in unermessliche Höhen zu treiben, ist weniger oft mehr.

Vielleicht überwiegt an manchen Tagen der Frust, dann mach einen Haken dran. Vielleicht fokussierst dich aber auch rein auf das Negative und übersiehst, dass durchaus Positives dabei war.

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