Tipps für mehr Stress, was für einen Sinn macht das denn? Sind die Menschen nicht eher auf der Suche nach Tipps, um ihren Stress zu reduzieren?

Doch, da stimme ich dir absolut zu. Da sich das Thema Stress quer durch die Gesellschaft zieht, ist der Bedarf an Lösungen groß.

Manche erhoffen sich die ultimativen Stress-weg Tipps, die möglichst ohne ihr Zutun funktionieren. Andere stecken selbst vor den bereits deutlichen Stresssymptomen den Kopf in den Sand und machen munter weiter, bis ihr Körper irgendwann die Segel streicht.

Ein Funken und Humor und ein kleines bisschen Provokation sind in manchen Fällen die besten Zutaten, um ein Aufwachen oder Umdenken zu erreichen. Also versuche ich es heute mal genau damit.

Stress ahoi – so feuerst du deinen Stress richtig an

Obwohl die meisten von uns wissen, wie sich Stress reduzieren lässt, hapert es bei der Umsetzung.

Das gewohnte Verhalten zu ändern, ist einfach verdammt schwer. Schließlich ist damit irgendein Vorteil verbunden, auch wenn dir dieser nicht zwingend bewusst ist. Sei es, dass du durch dein Verhalten die Harmonie bewahrst oder es deinem Selbstbewusstsein guttut. Bei genauem Hinschauen wird klar, wieso du daran festhältst.

Um aber zum Beispiel dein Selbstbewusstsein zu stärken, brauchst du nicht zur aufopferungsvollen Mutter Teresa mutieren und dich an den Rand deiner Belastbarkeit bringen. Wenn du den Grund für dein Verhalten kennst, kannst du nach neuen Wegen schauen, um ihm gerecht zu werden.

Aber lass mich dir nun erst einmal ein paar Tipps geben, wie du deine stressige Situation aufrechterhalten oder sie sogar noch verschlimmern kannst.

Tipps für mehr Stress

  1. Sag zu jeder Anfrage Ja.
    Wozu Nein sagen, wenn es doch das Wörtchen Ja gibt? Dein Tag hat schließlich 24 Stunden, da passt auch die hundertste Aufgabe noch rein. Schlafen wird eh total überbewertet und da du damit sowieso Probleme hast, kannst du einfach durcharbeiten.
  2. Mache so viele Dinge gleichzeitig wie nur möglich.
    Multitasking ist das Zauberwort. Je mehr du gleichzeitig erledigst, umso mehr Aufgaben kannst du dir aufhalsen. Super, oder? Dass du dabei auch mehr Fehler machst, ist halt der Preis, den du zahlst.
  3. Mache auf keinen Fall Pausen!
    Pausen halten dich nur davon ab, die 3562 Aufgabe zu erledigen, die du dir aufgehalst hast. Außerdem ist Erholung nur was für Weicheier. Wer rastet, der rostet – also gib Gas. Dass Pausen produktiv machen, ist bestimmt ein unhaltbares Gerücht.
  4. Pfeif auf Prioritäten.
    Wozu überlegen, was wirklich wichtig ist. Das ist bloß Zeitverschwendung. Statt deinen Tag zu strukturieren, arbeite einfach kreuz und quer ab, was dir gerade in die Finger kommt.
  5. Schiebe die Dinge vor dir her.
    Besonders großen Spaß macht es, Aufgaben auf die lange Bank zu schieben, bis der Druck kaum noch auszuhalten ist. So schraubst du dein Stresslevel fröhlich nach oben.
  6. Verpflichte dich zu allem, was sich anbietet.
    Wozu Zeit mit der Familie, deinen Freunden, deinen Kindern oder deinem Haustier verbringen, wenn es so viele andere Sachen gibt? Die Welt braucht dich. Reiße in deiner Freizeit möglichst viele ehrenamtliche Aufgaben an dich, das ist toll für dein Selbstbewusstsein.
  7. Erledige immer alles selber.
    Niemand ist so gut wie du. Wirklich niemand. Kaum gibst du mal was an andere ab, geht es garantiert schief. Deshalb machst du am besten alles selber und zwar immer.

Na, wie sieht es aus. Erkennst du dich in dem einen oder anderen Punkt wieder? Und findest du vielleicht scheinbar glaubhafte Gründe, wieso du daran tatsächlich nichts ändern kannst?

Sei ehrlich

Ich kenne genügend Menschen, die sich insgeheim damit brüsten, nicht Nein sagen zu  können, weil sie soooo ein großes Herz haben. Doch hinter dem großen Herz verbirgt sich in Wahrheit die Angst vor Konflikten oder Ablehnung.

Oder die Menschen, die dauernd beschäftigt sind und dadurch ihre Wichtigkeit unter Beweis stellen müssen. Und dann sind da noch die Leute, die auf tausend Hochzeiten gleichzeitig tanzen und alles an sich reißen, weil es ihrem Ego schmeichelt.

Ich habe selber lange zu einer dieser Gruppen gehört und musste lernen, mich dem dahinter liegenden Thema zu stellen. In Kombination mit einem Burnout hatte ich dann genügend Zeit und den Anlass dazu, endlich ehrlich hinzuschauen.

Distanz schafft Klarheit

Wer gerade in einer Stressspirale feststeckt, dem fehlt häufig der klare Blick auf das eigene Verhalten. „Ich weiß einfach nicht, wo ich ansetzen soll“ ist eine typische Aussage. Zu verwoben und verstrickt scheint alles zu sein.

Mir persönlich hat das Achtsamkeitstraining geholfen, meine Gedanken deutlicher wahrzunehmen und mich nicht mehr blind von ihnen steuern zu lassen. Für dich mag ein anderer Weg der passende sein.

1000 Wege führen nach Rom und bestimmt genauso viele zu einem Leben mit mehr innerer Ruhe und Gelassenheit.

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