Wie kann ich mich von einschränkenden Denkmustern befreien? Wie kann ich diese überhaupt erkennen? Und woran merke ich, dass mir eine Denkweise nicht guttut?

Dass mich solche Themen fesseln, ist keine Überraschung. Schließlich liegt mir nicht nur meine eigene persönliche Entwicklung am Herzen, sondern auch die anderer. Und genau da spielen hinderliche Denkmuster eine große Rolle.

Heute möchte ich mich einem ganz speziellen Gedanken widmen.

  • Einer, der dazu beiträgt, dass du deine Erfolge nicht anerkennst und nicht feierst.
  • Einer, der immer wieder dafür sorgt, dass du deine Bedürfnisse unter den Teppich kehrst.
  • Einer, der dir vermittelt, dass alle anderen wichtiger sind als du.

Dieser eine Satz, der all das bewirken kann, lautet: Nimm dich nicht so wichtig.

Warum du dich wichtig nehmen solltest

Vielleicht ist dir als Kind irgendwas passiert, worüber du traurig, wütend oder enttäuschst warst. Und dann hörst du von deinen Eltern oder Lehrern, du sollst dich nicht so wichtig nehmen. Mit fünf Worten wischen sie deine Gefühle weg wie Schmutz mit einem Putzlappen. Deine Empfindungen sind nicht so wichtig.

Als Kind kann es dir schnell passieren, dass du das hier verstehst: DU bist nicht so wichtig.
Und mit diesem Gedanken wächst du auf und verinnerlichst ihn.

Viele Jahre später bist du zwar erwachsen, aber in dir drin verschafft sich diese Stimme weiterhin Gehör. Es ist für dich selbstverständlich geworden, anderen den Vortritt zu lassen und deine eigenen Bedürfnisse zurückzustellen. Du hast gelernt, dich nicht so wichtig zu nehmen.

  • Du bist unzufrieden mit deiner Jobsituation und würdest gerne was anderes anfangen? Nimm dich nicht so wichtig!
  • Du führst eine Beziehung, die dich nicht erfüllt? Nimm dich nicht so wichtig!
  • Du hast einen Traum, den du schon lange mit dir herum trägst? Nimm dich nicht so wichtig.

Ein kleiner Satz mit großer Wirkung

Dieser unscheinbare Satz hat eine enorme Auswirkung. Er führt dazu, dass du andere für wertvoll hältst, dich aber nicht. Anstatt für deine tiefsten Bedürfnisse und Wünsche einzustehen, steckst du immer wieder zurück.

Dass andere ihre Träume verwirklichen, ist für dich gar keine Frage. Dass du es ebenso tun darfst, der Gedanke kommt dir nicht in den Sinn. Welches Recht hättest du dazu? Du bist schließlich nicht so wichtig.

Halt – Stopp! 
Glaubst du, dass dieser Gedanke „nimm dich nicht so wichtig“ vollkommen in Ordnung ist?

Dass nichts Schlimmes dabei ist, sich zurückzunehmen und bescheiden zu sein.
Dass es bewundernswert ist, für andere da zu sein und zu schauen, dass es allen gut geht.

Dann sitzt zu mitten drin in der Glaubenssatz-Falle!

Nimm dir, was dir zusteht

Natürlich ist es sinnvoll, sich um andere zu kümmern, hilfsbereit zu sein und sich auch mal zurücknehmen zu können. Das ist es aber nur, wenn du dich ansonsten an die erste Stelle in deinem Leben setzt.

Nur, wenn es dir gut geht, kannst du aus freien Stücken für andere da sein.

Wenn du das aber machst, weil du daraus deinen Selbstwert beziehst, befindest du dich in einer gefährlichen Abhängigkeit. Du machst dich zum Spielball der anderen. Sie merken ganz genau, dass du dich nicht so wichtig nimmst. Du bist immer nett und freundlich, aber mal eine Bitte ablehnen? Das machst du nicht. Bist ja auch nicht so wichtig.

Was wäre, wenn du – nur mal zum Spaß – eine Woche lang das Gegenteil praktizierst. Wenn du dich wichtig nimmst mit all dem, was du fühlst und/oder tun möchtest?

Was wäre dann anders? 

  • Wie würde du in den Tag starten?
  • Welche anderen Dinge würdest du essen oder trinken?
  • Wie würdest du deine Mahlzeiten einnehmen?
  • In welchen Momenten würdest du Nein statt Ja sagen?
  • Wie und womit würdest du deine Freizeit gestalten?

Stell dir vor, du wärst die wichtigste Person, in deinem Leben: welche Konsequenzen würde das nach sich ziehen?

  • Würdest du deine Wünsche ernst nehmen und nach Möglichkeiten suchen, sie zu verwirklichen?
  • Würdest du mehr für deine Entspannung tun, damit du ausgeglichen bist und gesund bleibst?
  • Würdest du deinen Körper mit mehr Achtung behandeln, besser essen, dich mehr bewegen?

 

Ein Witz im Universum

Ich habe mich lange Zeit nicht wichtig genommen.
„Wer bilde ich mir ein zu sein, dass ich mich nach mehr sehne? Sollte ich nicht einfach mit dem zufrieden sein, was ich habe?“

Hätte ich mich weiterhin nicht wichtig genommen, hätte ich mein Leben einfach so geschehen lassen. Ich hätte es nicht in die eigenen Hände genommen. Ich hätte es nicht auf meine Fähigkeiten und Bedürfnisse ausgerichtet, sondern es einfach dahin plätschern lassen.

Vielleicht hätte ich mich sogar über Menschen geärgert, die sich selbst wichtig nehmen. Warum? Weil ich mir genau das nicht erlaubt habe. Und es ist so viel einfacher, andere zu verurteilen, als bei sich selbst hinzuschauen.

Meine Werdegang vom Angsthasen zum Abenteurer verrate ich dir in diesem Hörbuch*

Der kleine, aber entscheidende Unterschied

Worauf es ankommt, ist die Balance zu finden. Und zwar die, zwischen sich extrem wichtig zu nehmen und sich nicht wichtig zu nehmen. Du alleine bist für dich, deine Gefühle, Gedanken, dein Wohlergehen verantwortlich und solltest all das wichtig nehmen.

Anders sieht es jedoch aus, wenn es um Missgeschicke, Fehler oder auch verschiedene Probleme geht.
In diesem Fall kann es sehr hilfreich und erleichternd sein, dich ab und zu mal nicht so wichtig zu nehmen. Im Gesamtkontext des Universums erscheinen manche vermeintlich großen Themen auf einmal nur noch wie ein kleiner Witz.

Als ich damit begonnen habe, mich selbst wichtig zu nehmen, haben sich ganz neue Möglichkeiten eröffnet. Und doch hat es einiges an Übung gebraucht, bis ich immer selbstbewusster meinen Weg gehen konnte.

Wenn es Probleme gibt, muss ich deswegen nicht zur Drama-Queen mutieren. Hier hilft es mir, runter vom Gas zu gehen und mich mal nicht so wichtig zu nehmen.

 

Gleichzeitig habe ich aber auch gelernt, im Mittelpunkt stehen zu dürfen und mich nicht verstecken zu müssen.

  • Ich darf andere an meinen Erfahrungen und meinem Wissen teilhaben lassen.
  • Ich darf sagen, was ich will und was nicht.
  • Ich darf mal schlecht und mal gut drauf sein.
  • Ich darf auf meine Erfolge stolz sein und sie feiern.

All das darf ich, weil ich wichtig bin – und du bist es auch!

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